Über uns

Für Menschen in Bewegung – Ein Zentrum im Herzen Kölns

Für viele Menschen ist die LC36 seit Jahrzehnten eine feste Adresse in der Alternativkultur Kölns. Ob Vorträge, KüfAs, Partys, Beratungen oder Gruppentreffen: das kleine Zentrum in der Innenstadt nimmt eine große Rolle ein für Menschen in Bewegung. Dabei soll es bleiben! Gleichzeitig setzen wir mit einer neuen, offenen Struktur und der Übernahme des Hauses von der Stadt, auf eine langfristige Perspektive und Entwicklung. Ein lebendiges, linkes, soziokulturelles Zentrum soll gedeihen. Zwischen den stark sich gentrifizierenden Stadtteilen Ehrenfeld und Belgisches Viertel gelegen, ermöglicht die LC36 damit ein Angebot, das auf drei Säulen basiert:

Soziokultur

Kulturelle und stadtpolitische Veranstaltungen

Die Räumlichkeiten werden für Veranstaltungen, Projekte, Kurse und Angebote genutzt, die den kulturellen und politischen Dialog in einer lebendigen und offenen Stadtgesellschaft unterstützen. Dadurch versprechen wir uns eine Stärkung der gesellschaftlichen Teilhabe, insbesondere von minorisierten Positionen und Gruppen.

Selbstorganisation

Infrastruktur und Know-how

Wir bieten Raum und Wissen zur Entwicklung der Selbsthilfepotentiale. Der Verein und die im Zentrum aktiven Gruppen leisten Gemeinwesenarbeit, die Aktivierung und Organisation von Bürgeraktivitäten sowie die Stärkung von Selbsthilfepotentialen, die die Hinwendung zu den Bevölkerungsgruppen beinhaltet, die am stärksten unter den Folgen von Segregation leiden.

Partizipation

Solidarische und einbindende Zusammenarbeit

Das soziokulturelle Zentrum hat hier die Funktion einer sog. „Brückeneinrichtung“, indem es vermittelnde Strukturen zwischen Bürgerinnen und Bürgern, selbstorganisierten Zusammenschlüssen (Bürgerinitiativen, Selbsthilfegruppen), anderen Interessengruppen und Politik und Behörden bereitstellt.

Seit Mai 2019 besteht der Verein Ludolf-Camphausen-Straße 36 e.V. [kurz: LC36]. Er verfolgt ausschließlich gemeinnützige und mildtätige Zwecke. Der Verein verwirklicht den Betrieb des soziokulturellen Zentrums LC36. In dem Verein vertreten sind viele Menschen, die sich in den letzten Jahren im Zentrum engagiert haben und dies weiterhin vorhaben. Das angeschlossene Wohnprojekt bleibt erhalten und wird unverändert vom Verein Wohnen und Leben e.V. getragen.

Mit der Vereinsgründung wird die seit Jahrzehnten in der Haus- und Initiativstätte in der Ludolf-Camphausen-Str. 36 geleistete Arbeit intensiviert und weiter strukturiert: Im Sinne von Nachbarschaftshilfe, Unterstützung von hilfsbedürftigen Personen, der Förderung der Jugend- und Altenhilfe, von Kunst und Kultur, Bildung und Erziehung, der Gleichberechtigung von Männern und Frauen, der Förderung der Hilfe für Verfolgte und Geflüchtete und der Förderung bürgerschaftlichen Engagements.

Wir wollen das Gebäude der LC36 dauerhaft von der Stadt Köln in Erbpacht übernehmen. Bei Erbpacht verbleibt das Grundstück beim Eigentümer (der Stadt Köln), das Gebäude wird gegen einen Erbpachtzins für eine Laufzeit von i.d.R. 99 Jahren verpachtet. Dazu befinden wir uns derzeit in fortgeschrittenen Verhandlungen mit der Kölner Stadtverwaltung. Ein Angebot für die Erbpacht über eine Laufzeit von 80 Jahren liegt nun endich (ein Jahr nach unserer erneuten Interessensbekundung) seit Ende September 2019 vor und wird durch uns geprüft. Wir haben derweil mit einem Architekten ein Konzept zur behutsamen und ökologisch sinnvollen Sanierung des Hauses erarbeitet sowie mit der GLS Bank ein Finanzierungskonzept aufgestellt.

Im Januar 2017 drohte die Stadtverwaltung damit, die LC36 abzureißen und an einen Investoren zu veräußern. Dies konnte durch eine Intervention im Liegenschaftsausschuss verhindert werden. Wir haben darauf hin unser Interesse zur Übernahme des Hauses bekundet, um ein Angebot gebeten und die strukturellen Weichen auf unserer Seite gestellt, dieses Vorhaben auch umsetzen zu können: Gründung des Vereins, Finanzierungskonzept, Gründung von Arbeitsgruppen und Expert*innenkreise. Sollte die Stadt die Verhandlungen versanden lassen oder ein nicht akzeptables Angebot vorlegen, droht erneut das Abrissszenario. In der kaum noch bezahlbaren Innenstadt, stehen die Investoren Schlange, um ein weiteres hochpreisiges Projekt zu entwickeln. Wir stehen alternativ dafür, diesen zentralen Raum soziokulturell und damit abseits von Konsuminteressen zu nutzen.

Zum jetzigen Zeitpunkt: bleibe auf dem Laufenden mit unserem ElSe-Newsletter. Wenn wir ein Angebot ausgehandelt haben, das für beide Seiten tragbar ist, dann werden wir sicherlich noch den ein oder anderen Euro von euch erfragen oder auch eine Hand gebrauchen können bei Renovierungsarbeiten.

Sollte dies scheitern, werden wir euch ebenfalls darüber informieren und zu Aktionen aufrufen. Schon jetzt kannst du dich in die Arbeit des Zentrums einbringen und zum monatlichen Plenum vorbeikommen. Erfrage hier den nächsten Termin.